InterTrab stellt der Mitomacchina Fahrzeug zur Verfügung

Das Fahrzeug, das der Verein Internationales Trabant Register e.V für die Mitomacchina zur Verfügung stellte, erstrahlt jetzt in völlig neuem und vor allem originalen Glanz.

InterTrab Mai 2007

Insgesamt 73 Fahrzeuge werden den „Second Floor“ in der MART Rovereto/Trento bis zum Mai 2007 fest im Griff haben. Den ersten Einblick bekamen natürlich die Leihgeber und Aussteller, die es ermöglichten, dass hier einmalige Mobile seit den 1940-er Jahren bis zur heutigen Zeit gezeigt werden können. Große Namen wie z. B. Fiat, Isetta, Messerschmitt, Mercedes, Lamborghini, Tatra, Citroen, VW, BMW, NSU, Studebaker, Lotus, Pagani-Zonta oder MG, sind einträchtig mit einem Vertreter ostdeutschen Automobildesigns – dem Trabant P600 „P60 Kombi-Sonderwunsch“, in der MART vereint. Dass dies so ist, verdanken die Trabifans der MART-Direktorin Gabriella Belli, die ausdrücklich einen Trabant in der Ausstellung sehen wollte.

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Die Hauptverantwortliche Organisatorin Julia Trolp suchte  und fand den Kontakt zum Verein Internationales Trabant Register  und schnell war klar, dass  hier dem Motto entsprechend der P600 für die geplante Mitomacchina vorbereitet wird. Eine Ehre ist es allemal, zeigt doch dieses Automobil, was zu DDR-Zeiten  Anfang der 60er Jahre auf die Straße gebracht wurde. Alle Fahrzeuge die nun leihweise hier einen Platz gefunden haben, sind Vertreter von Sondermodellen, der Erstserie oder aber Designvorschläge. Das Fahrzeug, das der Verein Internationales Trabant Register e.V für die Mitomacchina zur Verfügung stellte, erstrahlt jetzt in völlig neuem und vor allem originalen Glanz.  Dass das möglich wurde, dafür sorgten Teilnehmer einer berufsvorbereitenden Kombi-Maßnahme vom Arbeitsamt Zwickau im Volkswagen Bildungsinstitut.

Unter Anleitung eines Kfz-Meister und Lackierers wurde der stark von der Zeit gezeichnete P60 mit Anhänger  in ihrer Ausbildung restauriert.

In insgesamt 210 Stunden entstand so aus einem mehr als nur unschönen Trabi, ja fast einer automobilen „Ruine“, ein Schmuckstück ostdeutscher Automobilgeschichte und wird sich als ansehnlicher  Oldtimer und Beleg der Fahrzeugtechnik der ehemaligen DDR in Italien präsentieren.  Dass es dieses Aussehen wieder erlangte, setzte eine Demontage voraus um es entsprechend für die Lackierung vorzubereiten und dann als Oldtimer wieder neu zu entstehen.

Die weit über 100 erschienenen Pressevertreter  nutzten vom  30. November bis 2. Dezember die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand und zu den Zielen dieser wohl einmaligen Ausstellung zu erhalten und Präsident Lorenzo Dellai und Margherita Cogo, stellv. Präsidentin der Autonomen Provinz Trento, Franco Bernabè, dem Präsidenten der MART sowie Direktorin Gabriella Belli, ließen sich gern von den Fragen der Presse „löchern“.

So wurde deutlich gemacht, dass diese Ausstellung bei Weitem keine männliche sei, wie angedeutet. Denn die Organisation lag in rein weiblichen und zwar in den Händen  von Julia Trolp, die maßgeblich dafür verantwortlich sei, dass die Mitomacchina sich in dieser Brillanz  zeigt.

Ebenfalls wurde verdeutlicht, dass man hier keine Motorshow platziert, sondern Autos  und ihre Entwicklung,  deren Funktion und Technik in einer einmaligen Ausstellung, als historische Dokumentation zusammengebracht habe. Auch der Dank an die vielen Mitwirkenden, Sponsoren aus Politik und Wirtschaft fehlte nicht. Denn nur gemeinsam und das Betonten alle Redner, wäre dieses Projekt zu stemmen gewesen und wird hoffentlich tausende Bewunderer finden.

Dass zwischendurch auch die Frage nach einem leeren Platz in der Ausstellung kam verwunderte nicht. Der dafür vorgesehene Rolls-Royce, hatte kurz vor der Abholung in England noch an einem Treffen teilgenommen und dort einen Frontalschaden erlitten. Damit war an ein Ausstellen nicht mehr zu denken.

Vier Tage blieben dem Team um ein gleichwertiges Modell zu finden und dessen Besitzer zur Leihgabe zu gewinnen. Das gelang und pünktlich zur Präsentation der Mitomacchina vor den Leihgebern und Ausstellern, zeigte sich ein Rolls-Royce Silver Cloud, Baujahr 1955, auf dem ihm zugedachten Platz.

Die Ausstellung war komplett und das Loblied, das noch in der Pressekonferenz auf die Designer gesungen wurde: ‘was für die Franzosen Napoleon war, sind für Italien die Designer’, konnten die geladenen Gäste im zweiten Flur des Museum nachvollziehen. Ohne ablenkendes

Beiwerk stehen die Fahrzeuge auf ihren großzügig   ausgelegten Podesten, sodass der Betrachter problemlos um jedes herumkommt. So ist auch ein Blick in den Innenraum, der ebenso interessant und Einmalig ist wie die Fahrzeuge selbst,  möglich.

Auch eine Replica des La Jamais Contente von 1899 ist hier zu bestaunen.

Mit diesem Gefährt wurde am 1. Mai 1899 der Geschwindigkeits-Weltrekord gebrochen und auf stolze 105,850 km/h geschraubt.

Etwa 800 Kilometer (von Chemnitz aus gerechnet) sind es bis ins malerisch gelegene Rovereto – für gelernte Trabifahrer also kein Problem. Und wem die Mitomacchina nicht genug ist, der hat in der MART jede Menge Weiteres zu sehen, was Moderne und Technik eingehend näher beleuchtet.

Das im Dezember 2002 als „Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst von Trento und Rovereto“, kurz MART, eröffnet wurde – ein Event organisiert, das seines Gleichen sucht.

Der Museumsbau selbst, der sich in der „Altstadt von Rovereto“ befindet, ist eines der größten Museen moderner Kunst in Italien. Der riesige Bau ist gekennzeichnet durch hohe, glatte Fassaden und im Inneren fühlt man sich in einen futuristischen Tempel versetzt. Ebenso besticht das Pantheon, dessen Zentrum durch eine äußerst großzügig angelegte Piazza mit einer mächtigen Glaskuppel besticht. Der nur 20 Kilometer entfernte Gardasee könnte den Kurztrip nach Rovereto vervollkommnen. Bis zum 1.

Mai 2007 hat die Mitomacchina ihre Pforten für die Besucher geöffnet, danach treten die Leihfahrzeuge wieder ihre Heimreise an, auch der „P60 Kombi-Sonderwunsch“ von InterTrab, der in Zwickau zu Hause ist .

BT: Mit Blick über einen Mercedes-Benz 300 SL Gullwing, Baujahr 1954 und einen Ferrari 250 GT Berlinetta Lusso mit Baujahr 1961 sieht man den P60 Kombi-Sonderwunsch inm Reigen ganz großer Automarken vereint.

Beeindruckend ist der Blick in den Eingangsbereich der MART und lässt die Größe des Museumsareals nur erahnen, verdeutlicht aber eindrucksvoll, dass das MART das größte Museum dieser Art in Italien ist.

Gabriella Belli, Direktorin des MART, bestand darauf in der Mitomacchina einen Trabant dabei zu haben.

Fast wäre der Platz des Rolls-Royce leer geblieben. Doch das Team der Mitomacchina schaffte es, das vorgesehene Modell neu zu organisieren.

Die Replica des La Jamais Contente von 1899, holte damals den Geschwindigkeits-Weltrekord. Angetrieben wurde dieses Raketen ähnliche Gefährt von zwei Elektromotoren.
Bericht (AE)