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Die Trabant-Story am 27.12. im MDR
Gemeinnützige Vereine unterstützen umfangreiche Dreharbeiten
(ae). „Trabantbesitzer und Trabi-Hobbybastler der ersten Stunde gesucht“ – unter diesem Stichwort erfüllte WochenSpiegel im September eine Bitte von Heiner und Corinna Sylvester, die zu diesem Zeitpunkt schon mehr als zwei Monate im Auftrag des MDR-Fernsehen in Sachen Trabant in Sachsen unterwegs waren.
Den ersten Kontakt dazu hatten beide mit InterTrab-Geschäftsführer Edgar Haschke hergestellt und informierende Gespräche zum geplanten Trabant-Film führte Heiner Sylvester bereits im Juni.
Danach gab es mehrere Treffen in Zwickau mit den Konstrukteuren, die maßgeblich daran beteiligt waren dem Trabant das Laufen zu lernen und es mit der Nullserie des Trabant P50 am 7. November 1957 auch schafften.
Ebenso engagiert gab der gemeinnützige Förderverein des August-Horch-Museum Zwickau Auskunft zum Trabi und dessen Entwicklung seit 1957.
Mit dem Wartburg-Film im vergangenen Jahr bewies er als Regisseur, dass das Thema Entwicklungsgeschichte der DDR-Fahrzeugindustrie, neben der Darstellung gesellschaftlicher Zwänge auch sehr viel Liebe und persönliches Engagement verdeutlicht. Nun sollte der Trabant und damit eine fast 50-jährige Geschichte im Focus des MDR stehen. Der schier unerschöpfliche Fundus an Informationen aus erster Hand die sich die beiden in Berlin lebenden Sylvesters von den „Vätern“ des Trabant holten, bestimmten viele Szenarien, die den Film ausmachen werden.
Detailgetreues Erarbeiten stand hier bei den Sylvesters im Vordergrund. Nichts soll beschönigt, aber auch nichts schlecht geredet werden. Ein weiterer umfassender Infopunkt zum Trabant und dessen Geschichte war der Verein InterTrab, der neben gedruckten Materialien auch fast einmalige Zeitdokumente zur Verfügung stellen konnte. So wurde eine Dokumentation zum Trabi, auf den der DDR-Bürger jahrelang wartete, ihn nach Erhalt als stolzer Besitzer pflegte, hegte und diesen nicht selten als Familienmitglied betrachtete, auch mit entsprechenden Inhalten produziert. Auch Geschichten und Episoden wie z.B. Trabantfahrer, die zu den ersten Glücklichen gehörten und die einen solchen besitzen durften, befragten Sylvesters. Das heißt jene, die ab 1958 bereits einen Trabant hatten und fahren konnten. Ebenso interessierten Trabantfahrer, die zu DDR-Zeiten ihr Auto im Innenbereich ganz besonders aus- oder umgebaut hatten und besonders hilfreich war, wenn dies in Fotos oder Schmalfilmen dokumentiert werden konnte. So fanden 8 mm Filme, mit Geschichten rund um und mit dem Trabant im Alltag und natürlich im Urlaub, den Weg in den neuen Film. In der AutoMobilen Trabant-Ausstellung wurden die Konstrukteure, Wolfgang Barthel, Dr. Werner Lang und Dr. Wolfgang Sonntag zu „Ihren“ Produkten befragt, gefilmt und sie standen gern Rede und Antwort. So hat im neuen MDR-Film auch Dr. Werner Reichelt seinen Auftritt, der das natürlich im Sinne der Bewahrung der Legende Trabant gern tat und selbst bei fast allen Trabi-Events der letzten Jahre nicht fehlte und gerade bei der Bewertung zu den Supertrabis auf dem Zwickauer Internationalen Trabantfahrer Treffen stets in der Wertungsjury aktiv ist. Der 45-minütige Streifen ist am 27. Dezember, 22.05 Uhr auf dem MDR zum ersten Mal zu sehen und wird Trabifans sicherlich vor den Fernseher holen.wird Trabifans sicherlich vor den Fernseher holen. Dreharbeiten im Freien, organisiert von Edgar Haschke der das entsprechende Equipment in Chemnitzer Gefilden bot. Drei Fahrzeuge chauffierte er auf den IFA-Sportplatz und stand gern Rede und Antwort zu den Fragen des MDR-Teams.
Foto: Falk Bittner
Auch Dr. Werner Reichelt stellte sein Wissen zum Trabant dem Fernsehteam gern zur Verfügung. Nicht nur stellvertretend für alle ehemaligen Konstrukteure, Trabant-Entwickler und Wegbereiter, kommt er im Trabant-Film zu Wort.
 Foto Annegret Ernst
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